Erfahrung |

In dem Unternehmen, wo ich bis Ende Dezember 2025 10 Jahre tätig war, habe ich nebste vielen anderen Tätigkeiten, dafür gesorgt, dass man unsere Firma in Social Media wahrnimmt. Ich habe die Website designt, programmiert und unser Unternehmen auch auf Social Media bekannt gemacht – und das ohne zusätzliche Kosten zu generieren. Ende 2023 wurde ich zu einer Sitzung einberufen, in welcher mir klar gemacht wurde, dass Dinge wie Website und Social Media «etwas für Junge» sei, weil die «besser drauskommen» und «wissen würden, wie das geht, weil sie damit aufgewachsen seien». Mit diese Worten wurde mir zuerst Social Media weggenommen und einem 26-jährigen übergeben, der ausser ein paar Drohnenfilmchen bis heute nichts gemacht hat, während ich in den Jahren davor jede Woche mindestens einen Post absetzte. Die Website durfte ich gnädigerweise noch betreuen… Ich musste mir auch sonst immer Anspielungen auf mein Alter gefallen lassen «für Dein Alter ist Deine Leistung schon ernorm» oder «denkst Du nicht mal ans aufhören?» oder «wir müssen uns absicheren, für den Fall, dass Du plötzlich keine Lust mehr hast…» und vieles mehr in der Art.
Meine Chefs waren gut 14 Jahre jünger als, aber sie waren im Denken «alt». Sie haben mich nicht wirklich gesehen und behandelten mich gemäss dem Bild, das sie von älteren Menschen und vielleicht auch von sicher selber hatten. Im Herbst 2025 läuteten sie einen Management-Buy-out ein und mir war klar, das wird nicht mehr besser und kündigte ich schweren Herzen auf Ende 2025. Da war ich 72!
Mir ist klar, dass ich mit meinem Jahrgang nichts mehr im Arbeitsmarkt wollen muss und so arbeite ich dran, mich nochmal selbständig zu machen.

Social Media ist was für Junge!

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